Dingelstädt, die Stadt an der Unstrut
Dingelstädt
liegt in einer Talmulde der oberen Unstrut, umgeben von den allmählichen
ansteigenden Höhen des Düns, der Obereichsfeldischen Muschelkalkhochebene
und der Hollau.
Dingelstädt gehört zu den ältesten Siedlungen des
Eichsfeldes. Bereits im 9. Jahrhundert wird der Ort in einem Güterverzeichnis
des Klosters Fulda erwähnt, als ein gewisser Eigil seine in
Dingelstädt gelegenen Güter dem Kloster Fulda übergibt.
Der Name des Ortes weist auf eine Thingstätte, und auch das
alte Wappen - ein Richtbeil - deutet darauf hin. Wo sich diese Gerichtsstätte
einst befunden hat, kann heute nicht mehr mit Sicherheit gesagt
werden.
Von der frühen Geschichte Dingelstädts ist nur sehr wenig
bekannt. Die Lage an der alten Handelsstraße von den Hansestädten
Norddeutschlands nach Süddeutschland und Böhmen begünstigte
die Ansiedlung als Rast- und Ausspannort. Durch die aufgegebenen
Siedlungen um Dingelstädt wuchs die Einwohnerzahl ebenfalls
stetig an. Als das Gericht des Amtes Gleichenstein im Jahr 1309
nach Dingelstädt verlegt wird, erhält der Ort seine ursprüngliche
Bedeutung zurück.
Am
20. Oktober 1607 wurde Dingelstädt gemeinsam mit Gieboldehausen
von Kaiser Rudolf II. in Prag zum Marktflecken erhoben. Mit der
Einrichtung einer Poststation im Jahr 1758 wuchs die Bedeutung Dingelstädts
als Zentrum des Südeichsfeldes. Aufgrund seiner wirtschaftlichen
Entwicklung wird der Marktflecken am 14. Februar 1859 - durch preußische
Kabinettsorder - zur Stadt erhoben. Gleichzeitig erhielt der Ort
durch das preußische Heroldsamt sein neues Wappen bestätigt.
Es zeigt auf silbernem Grund einen bewurzelten grünen Eichenbaum
mit goldenen Eicheln, um dessen Stamm ein goldener Ring schwebt.
Die Eiche soll auf die Zugehörigkeit zum Eichsfeld hinweisen,
der Ring die einstige Gerichtsbarkeit symbolisieren.
Ein kurzer Spaziergang zum Kerbschen Berg mit der Klosterkirche
(1893), dem Kreuzweg (), den Grotten und dem Franziskanerfriedhof
sollte bei einem Besuch in Dingelstädt nicht vergessen werden.
Als Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen (z.B.
der Stadtwald mit Hockelrain und Dünkopf, die Burgen Scharfenstein
und Gleichenstein, die ehemaligen Klöster Reifenstein und Anrode,
die Unstrutquelle, das Klüschen Hagis, der Mühlhäuser
Landgraben u. v. a.) bietet sich Dingelstädt ebenfalls an.
Dingelstädt hat heute ) Einwohner, die sich
in vielen Vereinen sportlich und kulturell betätigen können.
Traditionelle Feste, wie das Schützenfest, Sport- und Straßenfeste,
die "Kleine Kirmes", das Steckenpferdreiten am Ostermontag
und viele andere Feste leben wieder auf. Nicht zu vergessen sind
die Frauenwallfahrt zum Kerbschen Berg im Mai/Juni und die Wallfahrt
am Sonntag nach Maria Geburt im September.
Bei einem Besuch in Dingelstädt können Sie neben der
Ruhe und Beschaulichkeit eines kleinen Landstädtchens auch
die Spezialitäten der Eichsfelder Küche in unseren Gaststätten
genießen.
| Ansprechpartner: |
Stadtverwaltung Dingelstädt |
| |
Geschwister-Scholl-Str. 26/28
37351 Dingelstädt
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Telefax: (: |
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